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Keine neuen Drogenzentren in Düsseldorfs Wohnvierteln: AfD gegen Kellers Dezentralisierungspläne

11.09.2026
Elmar Salinger
heute
Keine neuen Drogenzentren in Düsseldorfs Wohnvierteln: AfD gegen Kellers Dezentralisierungspläne

Die AfD-Fraktion im Rat der Stadt Düsseldorf lehnt die von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller angekündigten Pläne für eine stärkere Dezentralisierung der Drogen- und Suchthilfe entschieden ab. Wie die Rheinische Post über seinen Besuch in der Bezirksvertretung 3 (BV3) berichtet, will Keller mittelfristig weitere Standorte nach dem Vorbild der Eisenstraße schaffen.
Für uns ist das der falsche Weg. Schon der Standort Eisenstraße sorgt seit Langem für Kritik und erhebliche Sorgen bei den Anwohnern. Statt diese Probleme zu lösen, sollen nun offenbar weitere Düsseldorfer Wohnviertel mit ähnlichen Einrichtungen konfrontiert werden.
Laut Rheinischer Post verteidigte Keller den Standort Eisenstraße in der BV3 unter anderem mit den Worten, Drogenabhängige seien „zunächst einmal vor allem krank“. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Eisenstraße „nicht der einzige Standort bleiben“ werde.
„Diese Aussage muss jeden Düsseldorfer aufhorchen lassen“, erklärt Dr. Uwe Bresztowski, gesundheitspolitischer Sprecher der AfD-Stadtratsfraktion. „Was an der Eisenstraße nicht funktioniert, soll jetzt über die ganze Stadt verteilt werden. Damit löst man die Probleme nicht, sondern verlagert sie in andere Viertel.
Wir müssen darüber reden, was offene Drogenszenen, Beschaffungskriminalität und Dealer für ein Wohnviertel bedeuten – gerade dann, wenn Schulen, Kitas und Spielplätze in unmittelbarer Nähe liegen. Suchtkranken muss geholfen werden. Aber diese Hilfe darf nicht auf Kosten der Menschen gehen, die dort leben. Bevor Herr Keller über neue Standorte spricht, sollte er erklären, wie er die bestehenden Probleme an der Eisenstraße lösen will.“
Die AfD-Fraktion fordert deshalb einen Stopp der angekündigten Dezentralisierungspläne und eine grundlegende Überprüfung der bisherigen Strategie.

  • Keine weiteren Drogenzentren in Wohnvierteln: Düsseldorf darf nicht nach und nach mit zusätzlichen Drogenkonsumräumen überzogen werden. Bestehende Probleme auf mehrere Stadtteile zu verteilen, ist keine Lösung.
  • Standort Eisenstraße überprüfen: Die Sorgen der Anwohner in Oberbilk und den angrenzenden Vierteln müssen endlich ernst genommen werden. Die dichte Wohnbebauung und die Nähe zum Lessing-Gymnasium sprechen aus unserer Sicht klar gegen diesen Standort.
  • Mehr Therapie, weniger Verwaltung des Drogenkonsums: Städtisches Geld sollte vor allem dort eingesetzt werden, wo Menschen tatsächlich aus der Abhängigkeit herauskommen können: für Entzug, Therapie, Nachsorge und langfristige Ausstiegsprogramme.
  • Sicherheit und Ordnung durchsetzen: Suchthilfe und öffentliche Sicherheit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wo sich offene Drogenszenen bilden und Dealer ihr Geschäft betreiben, müssen Polizei und OSD konsequent und dauerhaft präsent sein.
  • Verantwortung übernehmen: Wer weitere Standorte plant, muss auch klar sagen, welche Folgen er für die betroffenen Viertel erwartet und wer dafür politisch die Verantwortung trägt. Das gilt insbesondere für Oberbürgermeister Keller und die zuständige Beigeordnete Miriam Koch.

Wir fordern Oberbürgermeister Keller auf, die angekündigte Dezentralisierung nicht weiter voranzutreiben. Bevor über neue Standorte gesprochen wird, muss auf den Tisch, welche Folgen die bisherige Politik rund um die Eisenstraße tatsächlich hat und wie die bestehenden Probleme gelöst werden sollen.
Suchtkranke Menschen brauchen Hilfe. Genauso haben die Düsseldorfer aber ein Recht darauf, dass ihre Wohnviertel sicher und lebenswert bleiben. Beides muss Aufgabe einer verantwortungsvollen Drogenpolitik sein.